Tourenprogramm ADFC HS 1-26
Liebe Radfahrende im Kreis Heinsberg,
der ein oder andere von euch hat sicher schon einmal an einer unserer geführten Radtouren teilgenommen.

Bei diesen Touren sind die Teilnehmenden für den ordnungsgemäßen Zustand ihrer Räder selbst verantwortlich. Ebenso fährt jede*r auf eigene Gefahr und die Einhaltung der Straßenverkehrsordnung sollte eine Selbstverständlichkeit sein. Doch wie sieht es mit dem letzten Punkt dieser Aufzählung im normalen Radleralltag aus?
Die Unfallstatistik für den Kreis Heinsberg zeigt eine steigende Unfallhäufigkeit unter Beteiligung von Radfahrenden. Die Gründe hierfür sind vielfältig: Mehr Radfahrende auf einer mangelhaften oder gar fehlenden Radinfrastruktur, Unaufmerksamkeit von
Unfallgegnern, fehlerhafte Einschätzung von Verkehrssituationen usw. Wir alle wissen, dass Statistiken mit einer gewissen Vorsicht zu genießen sind, aber sie lügen eigentlich selten. Leider ist es so, dass an nicht wenigen Unfällen Radfah-
rende die Hauptschuld tragen. Warum ist das so? Die oben angeführten Gründe könnten hier sicher wiederholt werden. Leider kommen aber noch andere Gründe hinzu: Alkohol am Fahrradlenker: Der gesunde Menschenverstand sollte ausreichen
um ab einem gewissen Alkoholpegel (strafbar ab 0,3 Promille bei Ausfallerscheinungen, absolute Fahruntüchtigkeit ab 1,6 Promille) nicht mehr am Straßenverkehr teilzunehmen. Dies gilt auch für Radfahrende. Ein weiteres Problem zeigt sich beim
Überholen, z.B. von Fußgängern. Es sollte in diesem Fall eine Selbstverständlichkeit sein zu klingeln und langsam zu überholen. Ein dritter Grund und damit einer der Unfallschwerpunkte, ist das Fahren auf der falschen Straßenseite („Geisterradler“).
Da, wo auf beiden Straßenseiten ein benutzungspflichtiger Radweg oder Rad/ Fußweg ausgeschildert ist, ist der rechte, in Fahrtrichtung verlaufende Weg zu benutzen. Leider wird dies allzu oft ignoriert und entgegen der Fahrtrichtung gefahren.
Dies führt nicht nur zu brenzligen Situationen, sondern leider auch zu manchem Unfall. Somit sind Radfahrende gleich doppelte Loser: Geschädigte, weil unter Umständen verletzt und auch noch selbst schuld. Das muss nicht sein! Unser Appell lautet
daher: Haltet euch genauso wie alle anderen im Verkehrsgeschehen an die Regeln und macht anderen Teilnehmenden das Leben nicht schwerer als es eh schon ist. In diesem Sinne wünschen wir Euch eine erlebnisreiche und unfallfreie Radsaison 2026.
Euer ADFC Heinsberg