Mehr Verkehrsunfälle im Kreis Heinsberg – ADFC fordert bessere Radinfrastruktur
Die Verkehrsunfallstatistik 2025 der Kreispolizei Heinsberg zeigt eine klare Entwicklung: Die Zahl der Verkehrsunfälle ist erneut gestiegen.

Insgesamt wurden im vergangenen Jahr 7.856 Unfälle registriert, auch die Zahl der Unfälle mit Personenschaden nahm zu.
Besonders kritisch sieht der ADFC Kreisverband Heinsberg die Entwicklung beim Radverkehr. Auch hier ist die Zahl der Verunglückten gestiegen. Auffällig ist der hohe Anteil an Alleinunfällen, die häufig auf Probleme der Infrastruktur zurückzuführen sind – etwa schlechte Radwegoberflächen, gefährliche Kanten oder unübersichtliche Verkehrsführungen.
„Wenn immer mehr Menschen Fahrrad fahren, müssen auch die Straßen sicherer werden. Gute und durchgängige Radwege sind die wichtigste Voraussetzung, damit Radfahren für alle Altersgruppen sicher möglich ist“, sagt Mark Meenenga, Vorsitzender des ADFC Kreisverbandes Heinsberg.
Positiv bewertet der ADFC, dass weniger Kinder im Straßenverkehr verunglückt sind. Gleichzeitig steigt jedoch die Zahl der verunglückten Seniorinnen und Senioren. Dies hängt auch mit der zunehmenden Nutzung von Pedelecs zusammen und zeigt, wie wichtig sichere und komfortable Radverkehrsinfrastruktur ist.
Ein weiterer Schwerpunkt der Unfallstatistik sind Vorfahrts- und Abbiegefehler, die weiterhin zu den häufigsten Unfallursachen zählen. Aus Sicht des ADFC müssen insbesondere Kreuzungen und Einmündungen deutlich sicherer gestaltet werden.
Der ADFC Kreisverband Heinsberg fordert deshalb einen konsequenten Ausbau sicherer Radwege, eine sichere Gestaltung von Kreuzungen sowie mehr Tempo-30-Zonen in Wohngebieten. Ziel ist es, die Zahl der Verkehrsunfälle mit Personenschaden deutlich zu reduzieren und den Straßenverkehr für alle sicherer zu machen.
Der ADFC Kreisverband Heinsberg wird die Entwicklung weiterhin aufmerksam begleiten und sich gemeinsam mit Kommunen und Politik für eine sichere und nachhaltige Mobilität einsetzen.